Wenn zwei dasselbe sagen, ist es noch lange nicht das Gleiche
Zurecht wurde kürzlich bemängelt, dass es auf diesen Blog-Seiten nichts Neues mehr gibt. Die Zeiten sind auch so: Ständig passieren schlimme Dinge, aber etwas wirklich Neues gibt es nicht. Das gilt nicht nur für die große Politik in und um Israel und anderswo, es gilt auch für die Kommentare und die Positionierungen zu denselben Dingen. Der ewige Bibi führt seinen Krieg nicht zuletzt auch für sich selbst, der MAGA-Narzisst überm Atlantik kündigt täglich, manchmal mehrfach, neue großartige Deals an, aber kaum sind die Kameras aus, weiß jeder, dass alles beim Alten bleibt. Nichts Neues auch bei der „breiten Öffentlichkeit“: Die Schützengräben sind geschaufelt, Gut und Böse sind sauber verteilt, Täter wie Opfer sind immer dieselben. Im Zeitalter des Individualismus pflegt man seine Innerlichkeit auch im Blick auf die Außenwelt und die große Politik. Der Tübinger Philosoph Simon Schüz hat das neulich in der Süddeutschen Zeitung überzeugend nachgezeichnet.[1] Schon Hegel hat vorgeführt, wi
18. August 2025